The Response to Frederick by German Poets

Frederick's Poetry | Response by German Poets | Remnants of a Hero

Frederick generated considerable enthusiasm among German poets as the Philosopher King, but also as a military hero. Following his early conquests, his heroic feats were celebrated by poets such as Gleim and even by Lessing. While Frederick’s heroic feats continued to attract poetic attention, critical voices increased, not least because Frederick showed a consistent disregard for German literature. The change of view is evident in two poems by Klopstock, which move from adulation in the 1740s to virulent criticism in the 1780s. The castigation of the King was prompted in part by Frederick’s treatise De la littĂ©rature allemande (1780), in which he gave advice on how poets might improve their ‘half barbaric’ German language and move away from Shakespeare imitations such as Goethe’s ‘execrable’ Götz von Berlichingen. Schiller takes a different line in the poem on ‘The German Muse’, arguing that Frederick’s neglect should be welcomed because it had strengthened the creative independence of German poets.

 

Kriegslied (1749)

Die Schlacht geht an! Der Feind ist da!
wohlauf zum Sieg ins Feld!
Es fĂŒhret uns der beste Mann
im ganzen Vaterland!
Es braus’t das königliche Roß,
und trÀgt ihn hoch daher.
Heil, Friedrich! Heil dir, Held und Mann
im eisernen Gefild!

Sein Antlitz glĂŒht vor Ehrbegier,
und herrscht den Sieg herbei!
Schon ist an seiner Königsbrust
der Stern mit Blut bespritzt.

[...]

Friedrich Gottlieb Klopstock

 

Die Rache (1782)

Lang erwarteten wir, du wĂŒrdest Deutschlands
Muse schĂŒtzen, auch so mit Ruhm dich krönen;
Durch den schöneren Lorber
Decken des anderen Blut!

Gleimen sandte sie dir, und sandte Ramlern,
Dich zu fragen. Und du? Daß sie ihr Auge
Niedersenkte, die Wang’ ihr
Flammte von röterer Scham!

So antwortetest du. Sich nicht zu rÀchen,
War er schonend genung, der Deutsche, deiner
Hier auch werter, als du ihn,
Fremdling im Heimischen, kennst.

Doch du selber hast ihn an dir gerÀchet!
Heiß schon war der Beginn; allein die letzte
Rache glĂŒhet, wie keine
Sonst, von zerstörender Glut.

Wie der Geist sich auch hebt; er fliegt vergebens,
Wenn das Wort ihm nicht folgt. Der Ungeweihte
In der Sprache Geheimnis
Tötet das lebendste Bild.

Du erniedertest dich, AuslÀndertöne
Nachzustammeln, dafĂŒr den Hohn zu hören:
Selbst nach Arouets SĂ€ubrung
Bleibe dein Lied noch tĂŒdesk.

Und die letzte? Dein Blatt von Deutschlands Sprache!
Die, die Rache ist selbst dem Widerrufe
Nicht vertilgbar; beschleiern,
Tust du ihn, kann er es nur.

Widerrufe von dir? Des sind wir sicher!
Sicher, daß du auf dich aus voller Schale
Rache strömest, dem weisern
Enkel noch sĂŒĂŸer als uns.

Denn er möchte vielleicht ErobrergrĂ¶ĂŸe
Anders Àchten als wir; Verdienst des Pflanzers
Heller sehen, es sondern
Von des Begießers Verdienst.

Friedrich Gottlieb Klopstock

 

Die deutsche Muse  (1800)

Kein Augustisch Alter blĂŒhte,
Keines Mediceers GĂŒte
LĂ€chelte der deutschen Kunst,
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der FĂŒrstengunst.

Von dem grĂ¶ĂŸten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
RĂŒhmend darfs der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen,
Selbst erschuf er sich den Wert.

Darum steigt in höherm Bogen,
Darum strömt in vollern Wogen
Deutscher Barden Hochgesang,
Und in eig’ner FĂŒlle schwellend,
Und aus Herzens Tiefen quellend
Spottet er der Regeln Zwang.

Friedrich Schiller

For a selection of responses to Frederick by German writers see Friedrich II., König von Preußen, und die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts. Texte und Dokumente, ed. by Horst Steinmetz (Stuttgart: Reclam 1985).

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